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aut. Architektur und Tirol |
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Am 14. Januar 2005 wird in Innsbruck ein neues Architekturzentrum eröffnet, das der Dokumentation und Vermittlung historischer und aktueller Entwicklungen auf dem Gebiet der Baukunst gewidmet ist. Das renovierten Sudhaus des Adambräu beherbergt künftig sowohl das Universitäts-Archiv für Baukunst als auch aut. Architektur und Tirol (ehem. Architekturforum Tirol) damit ist eine in Österreich einzigartige Institution zum Thema Baukunst geschaffen. Die räumlichen Nähe der beiden Institutionen ermöglicht sowohl eine enge Zusammenarbeit als auch die Erweiterung der Betätigungsfelder und des Angebotes für die Öffentlichkeit: Das "Archiv für Baukunst" setzt den Schwerpunkt in Richtung Tiroler Architektur der Moderne - uvre und Nachlass von Architekten wie Welzenbacher selbst, Franz Baumann, Siegfried Mazagg, Clemens Holzmeister u.v.a. können hier umfassend dokumentiert und für die Nachwelt erhalten bzw. aufbereitet werden. "Aut. Architektur und Tirol" widmet sich dagegen vornehmlich der Vermittlung neuer Strömungen im Architekturbetrieb: Nicht nur das neue Ambiente, sondern auch die Möglichkeit, Ausstellungen, Vernissagen, Diskussionen, Vorträge, Konzerte u.a. in größerem Rahmen und dichterer Vernetzung anzubieten, sollen helfen, neue Publikumsschichten anzusprechen. Ein denkmalgeschützter Zweckbau, das 1926/27 von Lois Welzenbacher geplante Sudhaus des Adambräu, bildet den neuen und adäquaten Rahmen für Architektur im Adambräu. Er wurde von den Architekten Thomas Giner, Erich Wucherer, Andreas Pfeifer und Rainer Köberl so umgestaltet, dass sowohl die Qualitäten des Originals erhalten blieben als auch den Anforderungen der zukünftigen Nutzer entsprochen werden konnte. Will man Architektur einer Öffentlichkeit vermitteln und nicht nur
eine formale, sondern eine inhaltliche Diskussion führen, gilt es,
das differenzierte System der Entstehungsbedingungen von Bauwerken und
die dahinter liegenden Überlegungen transparent zu machen. jenseits
ästhetischer Geschmacksideologien zur Diskussion stellen. In diesem
Sinne mutiert jeder Galerieraum für Architektur letztendlich zu einem
Kommunikationsraum, zu einem Forum bzw. Ort, an dem die sprachliche, intellektuelle
aber auch sinnliche Auseinandersetzung mit architektonischen wie allgemein
den Lebensraum gestaltenden Themen mittels vielfältiger medialer
Ausdrucksformen angeboten wird. Auch nach der Eröffnung beginnt man das Programm mit Führungen der Architekten durch das "Open House" (15.01., 11.00 bis 20.00, 16.01., 11.00 bis 18.00) und mit der Ausstellung "Vermessungen. Hörbilder zu Architektur und Tirol", die vom Sudhaus in seinem ursprünglichen Zustand zum adaptierten Bau und - vor allem in städtebaulicher Hinsicht - weit darüber hinaus führt. Am vom 15. und 16. Jänner 2005 ist die Uraufführung des "Normhammerkonzertes" von Reinhardt Honold und Rens Veltmann zu hören, einer Komposition/Installation, die das Haus selbst sozusagen in ein Musikinstrument verwandelt. Eröffnung Kontakt |