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MUMOK Wien – Wiedereröffnung am 9. September 2011

Kategorie: Museen

Das Museum moderner Kunst Stiftung Ludwig in Wien – kurz MUMOK – verfügt über eine umfangreiche Sammlung der Kunst des 20. und 21. Jahrhunderts. Am 9. September 2011 eröffnet es nach 3-monatiger Umbaupause neu.


Das MUMOK versteht sich als Sammlungsort, Forschungsstätte, Archiv, und Ausstellungsraum für die Kunst des 20. und 21. Jahrhunderts. Mit rund 7.000 Werken von Picasso, Rauschenberg, Beuys und vielen anderen wegweisenden Künstlern gelingt dem MUMOK ein ansprechender Querschnitt durch die Kunst der Moderne und der Gegenwart. Unter der neuen Leiterin des MUMOK Karola Krause weht nun seit Oktober 2010 wieder neuer Wind durch den kubischen Bau im Museumquartier Wien. Am 9. September eröffnet sie das Museum mit der Ausstellung „Museum der Wünsche“ neu.

MUMOK – Die Anfänge im 20er Haus

Das MUMOK wurde am 20. September 1962 unter dem Namen „Museum des 20. Jahrhunderts“, später bekannt als “20er Haus”, in Wien eröffnet. Auch der Standort war damals noch nicht derselbe wie heute. Gründungsdirektor Werner Hofmann baute den Grundstock der Sammlung noch im Schweizer Garten im ehemaligen österreichischen Expo-Pavillon auf. Innerhalb weniger Jahre gelang es Hofmann eine Sammlung mit bedeutenden Werken der klassischen Moderne aufzubauen, die in den folgenden Jahren kontinuierlich erweitert wurde. Bald reichte der Platz des 20er Hauses nicht mehr aus, sodass 1979 das Palais Liechtenstein im Alsergrund als zweiter Ausstellungsort angemietet wurde. Während der laufenden Umbauphase werden Führungen zu den alten Häusern angeboten.

Die MUMOK-Mäzenen Peter und Irene Ludwig

Den größten Anteil am Wachstum der Wiener Sammlung moderner Kunstwerke hatten Irene und Peter Ludwig. Das Aachener Sammlerehepaar hatte 1976 mit seinen Kunstschätzen schon Köln zu einem Museum für moderne Kunst, dem Museum Ludwig, verholfen. Noch während einer Ausstellung mit Werken aus ihrer Sammlung im Wiener Künstlerhauses 1977 willigte das Ehepaar ein, einige Dauerleihgaben auch nach Wien zu geben.
Unter maßgeblichem Einsatz der damaligen Bundesministerin Dr. Herta Firnberg wurde 1981 die Österreichische Ludwig Stiftung gegründet. Im Laufe der Jahre gingen immer mehr Werke aus der Sammlung Ludwig in den Besitz des Museum über. Anlässlich einer umfangreichen Schenkung 1991 wird der Name des Museums in „Museum moderner Kunst Stiftung Ludwig Wien“ geändert.

Das neue MUMOK im Museumsquartier

Am 15. September 2001 wird das MUMOK im historischen Zentrum Wiens neu eröffnet. Der monolithische anthrazitgraue Bau wirkt wie ein Bunker zwischen den historischen Bauten des Museumsquartiers. Scheinbar fensterlos sticht der anthrazitgraue, massive “Monolith” der Architekten Ortner & Ortner sofort ins Auge. Im Inneren erstreckt sich eine Ausstellungs-Fläche von 4.500 m², die in großen zusammenhängenden Raumeinheiten ein Maximum an Flexibiltät gewährleistet. Im Zuge der Umbauarbeiten 2011 erhält das MUMOK u.a. einen eigenen Kinosaal im Untergeschoss.

MUMOK – Die größte Sammlung von Werken des Wiener Aktionismus

Die Sammlung des Museums moderner Kunst in Wien umfasst einige Highlights der gesellschafts- und realitätsbezogener sowie performativer Kunst des 20. und 21. Jahrhunderts. So verfügt das MUMOK über einen Großteil der Werke und Dokumentationen des Wiener Aktionismus. Daneben liegen die Sammlungsschwerpunkte auf Fluxus, Pop-Art, Nouveau Realisme und Fotorealismus.

Ergänzend zu der ständigen Sammlung finden regelmäßig Sonderausstellungen statt. Der Gegenwartsbezug des Museum moderner Kunst prädestiniert es darüber hinaus als Veranstaltungsort für kultur- und gesellschaftspolitische Diskurse und andere Events.

MUMOK – Öffnungszeiten, Preise, Lage

Die Öffnungszeiten des MUMOK sind Mo 14–19 Uhr, Di bis So 10–19 Uhr und Do bis 21 Uhr. Der Eintrittspreis beträgt 9 Euro, ermäßigt 6,50-7,20 Euro. Zu finden ist das MUMOK direkt im Museumquartier im 7. Wiener Gemeindebezirk Neubau unter der Adresse Museumsplatz 1, 1070 Wien.

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