Schloss Hellbrunn – Jagd- und Lustschloss zu Salzburg
Das frühbarocke Schloss Hellbrunn in der Nähe von Salzburg ist besonders für seinen Lustgarten und die dekorativen Wasserspiele bekannt. Doch Hellbrunn hat mehr zu bieten. Ein Besuch lohnt sich in jedem Fall.
Der Name “Hellbrunn” leitet sich vom mächtigen Grundwasserstrom ab, der vom Untersberg gegen die Salzach fließt. Auf der Anlage, die sich im Süden der Stadt Salzburg befindet, kann man neben dem Hauptgebäude einen Ehrenhof, die Schlosskapelle, einen Ziergarten, das sogenannte Monatsschlössel und natürlich die berühmten Wasserspiele besichtigen.
Geschichte und Architektur des Schlosses Hellbrunn
Die Anlage wurde von Santino Solari im Auftrag von Fürtserzbischof Markus Sittikus von 1613 bis 1619 erbaut und gilt heute als älteste „villa suburbana“ italienischer Prägung nördlich der Alpen. Ende des 18. Jahrhunderts wurde, zusätzlich zur ca. 1730 umgestalteten Gartenparterre, der bis heute bestehende Englische Garten im nördlichen Teil angelegt. Ab 1616 befand sich das Anwesen im Familienbesitz der Habsburger, bis es schließlich im Jahre 1922 von der Stadt Salzburg erworben wurde, für welche es heute als Tourismusobjekt und Ort für kulturelle Veranstaltungen und Ausstellungen fungiert.
Wunderschöne Malereien und Fresken
Das Obergeschoss des Hauptgebäudes, in dem sich das Fürstenzimmer, der dazu gehörende prachtvolle Festsaal sowie das achteckige Musikzimmer (auch: Oktogon) befinden, ist mit Malereien des Künstlers Arsenio Mascagnio verziert. Die Straßenszenen in Form illusionistischer Scheinarchitektur erwecken den Eindruck, man befinde sich in einer Säulenhalle.
Die berühmten Wasserspiele
Bekannt ist das Schloss Hellbrunn aber vor allem für seine Wasserspiele im Lustgarten. Mehrere Brunnen, eine langgestreckte Teichanlage, künstliche Grotten sowie Statuen und Skulpturen schmücken den weitläufigen Garten. Die Wasserspiele bestehen aus 5 Wasserautomaten (unter anderem das „Germaul“), die so raffiniert in das Gesamtkonzept integriert sind, dass Besucher manchmal gar durch plötzliche Fontänen überrascht werden. Mitte des 18. Jahrhunderts entstand zudem ein wasserkraftbetriebenes Theater, welches die Besucher mit 138 beweglichen Holzfiguren erfreut.
Verwandte Beiträge
Das Lustschloss und vor allem die Wasserspiele sind wirklich einen Besuch wert. Ich fahre regelmäßig mit meiner Freundin dort hin und bin jedes Mal aufs neue begeistert.
